Apostelgeschichte
18-19,7 Danach verließ Paulus Athen und kam
nach Korinth und fand einen Juden mit Namen Aquila, aus Pontus gebürtig;
der war mit seiner Frau Priszilla kürzlich aus Italien gekommen,
weil Kaiser Klaudius allen Juden geboten hatte, Rom zu verlassen.
Zu denen ging Paulus. Und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb
er bei ihnen und arbeitete mit ihnen; sie waren nämlich von Beruf
Zeltmacher. Und er lehrte in der Synagoge an allen Sabbaten und überzeugte
Juden und Griechen. Als aber Silas und Timotheus aus Mazedonien kamen,
richtete sich Paulus ganz auf die Verkündigung des Wortes und
bezeugte den Juden, dass Jesus der Christus ist. Als sie aber widerstrebten
und lästerten, schüttelte er die Kleider aus und sprach
zu ihnen: Euer Blut komme über euer Haupt; ohne Schuld gehe ich
von nun an zu den Heiden. Und er machte sich auf von dort und kam
in das Haus eines Mannes mit Namen Titius Justus, eines Gottesfürchtigen;
dessen Haus war neben der Synagoge. Krispus aber, der Vorsteher der
Synagoge, kam zum Glauben an den Herrn mit seinem ganzen Hause, und
auch viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen
sich taufen. Es sprach aber der Herr durch eine Erscheinung in der
Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige
nicht! Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir
zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt. Er
blieb aber dort ein Jahr und sechs Monate und lehrte unter ihnen das
Wort Gottes. Als aber Gallio Statthalter in Achaja war, empörten
sich die Juden einmütig gegen Paulus und führten ihn vor
den Richterstuhl und sprachen: Dieser Mensch überredet die Leute,
Gott zu dienen dem Gesetz zuwider. Als aber Paulus den Mund auftun
wollte, sprach Gallio zu den Juden: Wenn es um einen Frevel oder ein
Vergehen ginge, ihr Juden, so würde ich euch anhören, wie
es recht ist; weil es aber Fragen sind über Lehre und Namen und
das Gesetz bei euch, so seht ihr selber zu; ich gedenke, darüber
nicht Richter zu sein. Und er trieb sie weg von dem Richterstuhl.
Da ergriffen sie alle Sosthenes, den Vorsteher der Synagoge, und schlugen
ihn vor dem Richterstuhl und Gallio kümmerte sich nicht darum.
Paulus aber blieb noch eine Zeit lang dort. Danach nahm er Abschied
von den Brüdern und wollte nach Syrien fahren und mit ihm Priszilla
und Aquila. Zuvor ließ er sich in Kenchreä sein Haupt scheren,
denn er hatte ein Gelübde getan. Und sie kamen nach Ephesus und
er ließ die beiden dort zurück; er aber ging in die Synagoge
und redete mit den Juden. Sie baten ihn aber, dass er längere
Zeit bei ihnen bleibe. Doch er willigte nicht ein, sondern nahm Abschied
von ihnen und sprach: Will's Gott, so will ich wieder zu euch kommen.
Und er fuhr weg von Ephesus und kam nach Cäsarea und ging hinauf
nach Jerusalem und grüßte die Gemeinde und zog hinab nach
Antiochia. Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus
durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger
fand. Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als
ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört,
dass es einen Heiligen Geist gibt. Und er fragte sie: Worauf seid
ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes. Paulus
aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und
dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde,
nämlich an Jesus. Als sie das hörten, ließen sie sich
taufen auf den Namen des Herrn Jesus. Und als Paulus die Hände
auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen
und weissagten. Es waren aber zusammen etwa zwölf Männer.
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